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Antioxidantien & Catechine im Matcha: einfach erklärt

Antioxidantien & Catechine im Matcha: einfach erklärt

Matcha ist fein vermahlener Grüntee und bekannt für seine intensive grüne Farbe, seinen fein-herben Geschmack und seine besondere Zubereitung. Wer sich näher mit Matcha beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe wie Antioxidantien, Catechine, EGCG, L-Theanin, Koffein oder Polyphenole.¹

Doch was bedeuten diese Begriffe eigentlich? Und warum tauchen sie so häufig in wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu grünem Tee auf?

In diesem Beitrag geht es um die natürliche Zusammensetzung von Matcha, die Besonderheiten des Anbaus, ausgewählte Forschung zu grünem Tee und darum, warum Matcha heute so oft im Zusammenhang mit Selfcare, Ritualen und modernen Genussmomenten genannt wird.


Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind Antioxidantien?
  2. Was sind Catechine?
  3. Was ist EGCG?
  4. Welche natürlichen Bestandteile enthält Matcha?
  5. Warum ist Matcha so intensiv grün?
  6. Was unterscheidet Matcha von klassischem Grüntee?
  7. Grüner Tee in der Forschung
  8. Matcha, Selfcare und das Ritual der Zubereitung
  9. Fazit: Matcha zwischen Teekultur und moderner Routine
  10. Quellen

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Verbindungen, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Dazu zählen unter anderem bestimmte Polyphenole, die auch in Tee, Kräutern, Obst, Gemüse und Gewürzen enthalten sein können.¹

Im Zusammenhang mit Matcha wird häufig über Antioxidantien gesprochen, weil grüner Tee von Natur aus verschiedene Pflanzenstoffe enthält. Matcha besteht aus fein vermahlenem Grüntee und enthält dadurch Bestandteile des Teeblatts in Pulverform.¹

Besonders oft werden dabei Catechine erwähnt. Sie gehören zu den charakteristischen Pflanzenstoffen von grünem Tee und sind seit vielen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.¹ ³


Was sind Catechine?

Catechine gehören zur Gruppe der Polyphenole. Sie kommen von Natur aus in grünem Tee vor und zählen zu den bekannten Inhaltsstoffen, wenn es um die Zusammensetzung von Matcha geht.¹

Zu den Catechinen in grünem Tee gehören unter anderem:¹

  • Epicatechin, kurz EC
  • Epicatechingallat, kurz ECG
  • Epigallocatechin, kurz EGC
  • Epigallocatechingallat, kurz EGCG

Besonders EGCG wird in vielen wissenschaftlichen Arbeiten zu grünem Tee erwähnt. Es ist eines der Catechine, das in der Forschung häufig untersucht wird.¹ ³

Wichtig ist dabei: Catechine sind natürliche Bestandteile von grünem Tee. Ihre genaue Menge kann je nach Sorte, Anbau, Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung variieren.³


Was ist EGCG?

EGCG steht für Epigallocatechingallat. Es ist ein Catechin, das natürlicherweise in grünem Tee vorkommt.¹

In wissenschaftlichen Publikationen wird EGCG häufig im Zusammenhang mit grünem Tee und Matcha untersucht. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen der Zusammensetzung, Messmethoden, Verarbeitung oder Zubereitung.¹ ³

Die tatsächlichen Werte können je nach Produkt unterschiedlich ausfallen. Faktoren wie Teesorte, Herkunft, Anbauweise, Beschattung, Erntezeitpunkt, Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung beeinflussen die natürliche Zusammensetzung von Tee.² ³


Welche natürlichen Bestandteile enthält Matcha?

Matcha enthält von Natur aus verschiedene Bestandteile des grünen Teeblatts. Dazu zählen unter anderem:¹

  • Koffein
  • Catechine
  • EGCG
  • L-Theanin
  • Chlorophyll
  • weitere natürliche Pflanzenstoffe aus dem Teeblatt

Eine wissenschaftliche Review-Arbeit beschreibt Matcha als pulverisierten Grüntee, der unter anderem Theanin, Koffein, Chlorophyll und verschiedene Catechine enthält.¹

Gerade diese Kombination macht Matcha für viele Teeliebhaber interessant: nicht als einzelner isolierter Inhaltsstoff, sondern als fein vermahlenes Teeblatt mit einer besonderen Farbe, Textur und Zubereitung.


Warum ist Matcha so intensiv grün?

Die leuchtend grüne Farbe ist eines der auffälligsten Merkmale von Matcha. Sie hängt eng mit dem Anbau und der Verarbeitung zusammen.¹ ²

Für hochwertigen Matcha werden Teepflanzen vor der Ernte traditionell beschattet. Die Beschattung zählt zu den wichtigen Anbaupraktiken für Matcha und kann verschiedene Eigenschaften der Teeblätter beeinflussen. Eine Studie von Chen et al. untersuchte unterschiedliche Beschattungsstufen und deren Einfluss auf morphologische, physiologische und biochemische Merkmale von Matcha-Grüntee.²

Die intensive Farbe entsteht durch das fein vermahlene grüne Teeblatt. Je nach Qualität, Sorte und Verarbeitung kann Matcha unterschiedlich aussehen: von zartgrün bis intensiv leuchtend grün.¹ ²

Auch geschmacklich spielt die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Matcha wird oft als fein-herb, vollmundig, leicht grasig oder angenehm cremig beschrieben – je nach Sorte, Dosierung und Zubereitungsart.


Was unterscheidet Matcha von klassischem Grüntee?

Bei klassischem Grüntee werden die Teeblätter mit Wasser aufgegossen und anschließend entfernt. Matcha wird dagegen als Pulver mit Wasser aufgeschlagen oder in Drinks und Rezepten verarbeitet.¹

Dadurch unterscheidet sich Matcha nicht nur optisch, sondern auch in der Art der Zubereitung. Das feine Pulver wird direkt eingerührt oder aufgeschlagen und bleibt Teil des Getränks.¹

Matcha lässt sich vielseitig verwenden:

  • klassisch mit Wasser
  • als Matcha Latte
  • als Iced Matcha Latte
  • mit Pflanzendrink
  • in Smoothies
  • in Desserts
  • in Eis
  • in Kuchen, Cookies oder Bowls

Gerade diese Vielseitigkeit macht Matcha heute so beliebt – von traditioneller Teezubereitung bis zu modernen Rezeptideen.


Grüner Tee in der Forschung

Grüner Tee wird seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht. Dabei geht es häufig um die enthaltenen Polyphenole, Catechine und deren Vorkommen in unterschiedlichen Zubereitungen.¹ ³

Neuere Untersuchungen zu kommerziell erhältlichen Grüntees zeigen, dass sich Catechin-Zusammensetzung, Phenolgehalt und weitere untersuchte Parameter je nach Teeart und Produkt unterscheiden können. Genau deshalb sollten einzelne Studienwerte immer im jeweiligen Kontext betrachtet werden.³

Einige Humanstudien beschäftigen sich auch mit Grüntee-Polyphenolen im Zusammenhang mit Hautparametern. In einer zwölfwöchigen Humanstudie untersuchten Heinrich et al. Grüntee-Polyphenole und verschiedene Messwerte der Haut, darunter Feuchtigkeit, Elastizität, Mikrozirkulation und Reaktionen auf UV-Strahlung.⁴

Eine weitere Humanstudie von Rhodes et al. stellte eine grundlegende Forschungsfrage: Sind Catechin-Metaboliten nach dem Konsum von Grüntee im menschlichen Hautgewebe nachweisbar? Die Forschenden konnten bestimmte Catechin-Metaboliten im Hautgewebe und in Hautflüssigkeit nachweisen.⁵

Eine systematische Übersichtsarbeit von Di Sotto et al. fasste klinische Studien zu oralen Grüntee-Zubereitungen im Zusammenhang mit Hautthemen zusammen. Die Autor ordneten die vorhandene Studienlage ein und betonten zugleich, dass Ergebnisse immer im Kontext der jeweiligen Zubereitungen, Dosierungen und Studiendesigns betrachtet werden müssen.⁶

Für Leser ist diese Einordnung wichtig: Solche Studien erklären, warum grüner Tee wissenschaftlich interessant ist. Sie sind aber keine allgemeine Aussage über jedes Matcha-Produkt und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.⁴ ⁵ ⁶


Matcha, Selfcare und das Ritual der Zubereitung

Neben den Inhaltsstoffen gibt es noch einen anderen Grund, warum Matcha für viele Menschen so faszinierend ist: das Ritual.

Matcha wird nicht einfach nur aufgegossen. Das Pulver wird gesiebt, mit Wasser verrührt, mit einem Bambusbesen aufgeschlagen und anschließend pur oder als Latte genossen. Diese wiederkehrenden Schritte machen die Zubereitung besonders bewusst.

Auch Rituale selbst sind ein Thema in der psychologischen Forschung. Eine Review-Arbeit von Hobson et al. beschreibt Rituale als strukturierte, wiederkehrende Handlungen, die aus psychologischer, sozialer und kultureller Perspektive untersucht werden.⁷

Vielleicht passt Matcha genau deshalb so gut in moderne Selfcare-Routinen. Nicht wegen eines einzelnen Inhaltsstoffs, sondern wegen des Moments: das leuchtende Grün, das Aufschäumen, die cremige Textur, der erste Schluck.

Aus Tee wird eine Pause.
Aus Zubereitung wird ein kleines Ritual.
Aus einer Gewohnheit wird ein bewusster Genussmoment.


Fazit: Matcha zwischen Teekultur und moderner Routine

Matcha ist fein vermahlener Grüntee mit einer besonderen Farbe, einer langen Teetradition und vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Er enthält von Natur aus Koffein, Catechine, EGCG, L-Theanin und weitere Pflanzenstoffe aus dem grünen Teeblatt.¹

Wissenschaftliche Arbeiten beschäftigen sich mit der Zusammensetzung von Matcha, mit Catechinen in grünem Tee, mit Anbaupraktiken wie Beschattung und mit verschiedenen Forschungsfragen rund um Grüntee-Zubereitungen.¹ ² ³

Für den Alltag bleibt Matcha vor allem eines: ein besonderer Tee-Moment. Ob klassisch mit Wasser, cremig als Latte oder als Zutat in Rezepten – Matcha bringt Farbe, Geschmack und ein kleines Ritual in den Tag.


Quellen

¹ Kochman, J., Jakubczyk, K., Antoniewicz, J., Mruk, H., & Janda, K. (2021). Health Benefits and Chemical Composition of Matcha Green Tea: A Review. Molecules, 26(1), 85. doi: 10.3390/molecules26010085

² Chen, X., Ye, K., Xu, Y., Zhao, Y., & Zhao, D. (2022). Effect of Shading on the Morphological, Physiological, and Biochemical Characteristics as Well as the Transcriptome of Matcha Green Tea. International Journal of Molecular Sciences, 23(22), 14169. doi: 10.3390/ijms232214169

³ Meyer, B. R., White, H. M., McCormack, J. D., & Niemeyer, E. D. (2023). Catechin Composition, Phenolic Content, and Antioxidant Properties of Commercially-Available Bagged, Gunpowder, and Matcha Green Teas. Plant Foods for Human Nutrition, 78, 662–669. doi: 10.1007/s11130-023-01121-2

⁴ Heinrich, U., Moore, C. E., De Spirt, S., Tronnier, H., & Stahl, W. (2011). Green tea polyphenols provide photoprotection, increase microcirculation, and modulate skin properties of women. The Journal of Nutrition, 141(6), 1202–1208. doi: 10.3945/jn.110.136465

⁵ Rhodes, L. E., Darby, G., Massey, K. A., Clarke, K. A., Dew, T. P., Farrar, M. D., Bennett, S., Watson, R. E. B., Williamson, G., & Nicolaou, A. (2013). Oral green tea catechin metabolites are incorporated into human skin and protect against UV radiation-induced cutaneous inflammation in association with reduced production of pro-inflammatory eicosanoid 12-hydroxyeicosatetraenoic acid. British Journal of Nutrition, 110(5), 891–900. doi: 10.1017/S0007114512006071

⁶ Di Sotto, A., Gullì, M., Percaccio, E., Vitalone, A., Mazzanti, G., & Di Giacomo, S. (2022). Efficacy and Safety of Oral Green Tea Preparations in Skin Ailments: A Systematic Review of Clinical Studies. Nutrients, 14(15), 3149. doi: 10.3390/nu14153149

⁷ Hobson, N. M., Schroeder, J., Risen, J. L., Xygalatas, D., & Inzlicht, M. (2018). The Psychology of Rituals: An Integrative Review and Process-Based Framework. Personality and Social Psychology Review, 22(3), 260–284. doi: 10.1177/1088868317734944

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